Subsidiarität:einfach erklärt

Subsidiarität bedeutet, dass eine Versicherung nur nachrangig leistet – also erst, wenn keine andere Versicherung eintritt.

Kategorie: Schaden
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Versicherungsnehmer – Definition

Das Wichtigste in Kürze

  • Subsidiarität bedeutet, dass eine Versicherung erst nachrangig – also hilfsweise – leistet.
  • Sie greift erst, wenn keine andere, vorrangige Versicherung für den Schaden zahlt.
  • Geregelt wird das über eine Subsidiaritätsklausel im Vertrag.
  • Sie verhindert, dass man bei einer Mehrfachversicherung doppelt entschädigt wird.

Was bedeutet Subsidiarität?

Der Begriff Subsidiarität stammt vom lateinischen „subsidium“ (Hilfe, Reserve). Ursprünglich stammt der Begriff aus der katholischen Soziallehre: Aufgaben sollen möglichst auf der unteren Ebene gelöst werden, die übergeordnete Ebene – etwa der Staat – greift nur hilfsweise ein. Im Versicherungswesen bedeutet Subsidiarität, dass zwischen mehreren Verträgen ein Rangverhältnis besteht: Eine subsidiäre Versicherung greift erst in zweiter Linie, wenn eine an sich vorrangige Versicherung den Schaden nicht übernimmt. Das dahinterstehende Subsidiaritätsprinzip legt also fest, welche Versicherung zuerst zahlt.

Zunächst muss demnach die vorrangige Versicherung leisten. Erst wenn diese ihre Aufgaben nicht erfüllen kann und im Fall nicht zahlt, springt die subsidiäre Absicherung innerhalb des vereinbarten Rahmens hilfsweise ein – und dann nur für den Teil, der noch offen ist.

Die Subsidiaritätsklausel

Geregelt wird die Subsidiarität über eine Subsidiaritätsklausel im Versicherungsvertrag. Eine einfache Klausel lautet zum Beispiel: „Eine Entschädigung wird nur geleistet, wenn kein Anspruch aus einem anderen Versicherungsvertrag besteht.“ Solche Klauseln verhindern, dass man bei einer privaten Mehrfachversicherung für denselben Schaden doppelt Geld erhält – was dem versicherungsrechtlichen Bereicherungsverbot widerspräche.

Ein Beispiel: Sie haben für dasselbe Risiko zwei gleichwertige Versicherungen, eine davon mit Subsidiaritätsklausel. Dann reichen Sie den Schaden zunächst bei der vorrangigen Versicherung ein. Erst die übrig gebliebenen Kosten übernimmt die subsidiäre Versicherung.

Häufige Fragen zur Subsidiarität

Was bedeutet Subsidiarität bei Versicherungen?
Eine subsidiäre Versicherung leistet nur nachrangig – also erst dann, wenn keine andere, vorrangige Versicherung für den Schaden aufkommt.
Was ist eine Subsidiaritätsklausel?
Eine Vertragsklausel, nach der die Versicherung nur zahlt, wenn kein Anspruch aus einem anderen Vertrag besteht. Sie verhindert eine doppelte Entschädigung bei Mehrfachversicherung.
Welche Versicherung zahlt zuerst?
Nach dem Subsidiaritätsprinzip immer die vorrangige Versicherung. Die subsidiäre Versicherung greift erst danach und nur für die noch offenen Kosten.
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