Versicherungswissen

E-Auto-Versicherung:Kosten, Akku-Schutz und Wallbox

E-Auto-Versicherung: Kosten, Akku-Schutz und Wallbox

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Haftpflicht sind E-Autos im Schnitt so teuer wie Verbrenner. In der Vollkasko liegen sie oft 10 bis 25 Prozent höher, weil Akku-Reparaturen teuer sind.
  • Ein guter Akku-Schutz, oft als Allgefahrendeckung, ist das wichtigste Extra. Er kostet meist 5 bis 15 Euro im Monat.
  • Die Wallbox ist nicht automatisch mitversichert. Sie sichern Sie über die Wohngebäude- oder Hausratversicherung ab.
  • Über die THG-Quote und Steuervorteile holen E-Autofahrer mehrere Hundert Euro im Jahr zurück.

Ein Elektroauto bringt eigene Fragen rund um die Versicherung mit sich, vor allem wegen des teuren Akkus. Die gute Nachricht: Pauschal teurer ist der Schutz nicht. Worauf es bei Kosten, Akku-Schutz und Wallbox ankommt, zeigt dieser Überblick. Die Grundlagen zur E-Auto-Versicherung finden Sie im ausführlichen Ratgeber.

Was die E-Auto-Versicherung kostet

Die Tarife für Elektroautos unterscheiden sich nicht grundsätzlich von denen für Verbrenner. In der Haftpflicht sind E-Autos im Durchschnitt gleich teuer. In der Vollkasko fallen sie oft 10 bis 25 Prozent höher aus, weil ein beschädigter Akku die Reparatur verteuert. Gleichzeitig gewähren viele Versicherer Rabatte von 10 bis 20 Prozent, weil E-Autos statistisch nicht häufiger verunglücken. Unterm Strich ist die Versicherung also je nach Modell und Tarif mal günstiger, mal teurer.

Akku-Schutz und Allgefahrendeckung

Der Akku ist das teuerste Bauteil eines Elektroautos. Ein spezieller Akku-Schutz, häufig als Allgefahrendeckung angeboten, sichert ihn umfassend ab, etwa gegen Tiefentladung, Kurzschluss, Bedienfehler oder Schäden durch das Laden. Diese Deckung kostet meist 5 bis 15 Euro im Monat und schützt vor Komplettschäden, die schnell mehrere Tausend Euro erreichen. Achten Sie darauf, dass auch Akkus in Miete oder Leasing eingeschlossen sind.

Auf den Neuwert des Akkus achten

Gute Tarife ersetzen den Akku im Schadenfall zum Neuwert statt zum Zeitwert und verzichten auf einen Abzug für die Alterung. Das ist bei einem Bauteil, das einen Großteil des Fahrzeugwerts ausmacht, ein entscheidender Punkt.

Typklasse: nicht pauschal teurer

Für die Einstufung in die Typklasse spielt es keine Rolle, ob ein Auto elektrisch fährt oder einen Verbrenner hat. Maßgeblich ist allein die Schaden- und Reparaturbilanz des jeweiligen Modells. Manche E-Autos landen deshalb in einer günstigeren Typklasse als ein vergleichbarer Verbrenner, andere in einer teureren. Ein Blick auf die Typklasse vor dem Kauf lohnt sich also auch beim Stromer.

E-Auto-Tarife mit Akku-Schutz vergleichen

Vergleichen Sie Tarife gezielt nach Akku-Schutz und Allgefahrendeckung und sichern Sie das teuerste Bauteil Ihres Autos ab.

Zur E-Auto-Versicherung →

Wallbox und Ladekabel absichern

Die heimische Wallbox ist in der Kfz-Versicherung in der Regel nicht enthalten. Als fest installierte Anlage gehört sie zur Wohngebäudeversicherung, eine frei stehende oder mobile Ladelösung lässt sich über die Hausratversicherung absichern. Das mitgeführte Ladekabel ist dagegen oft Teil der Teilkasko, etwa bei Diebstahl. Prüfen Sie im Einzelfall, was Ihr Tarif abdeckt, und schließen Sie Lücken gezielt.

THG-Quote und Steuervorteile

Wer ein reines Elektroauto fährt, profitiert von zwei finanziellen Extras. Über die Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, lässt sich die eingesparte Emission jährlich verkaufen, was je nach Marktlage einige Hundert Euro bringt. Dazu kommt die Befreiung von der Kfz-Steuer für Erstzulassungen bis zu einem bestimmten Stichtag. Beide Vorteile senken die laufenden Kosten spürbar.

Tobias Friedrich, Versicherungsexperte

Tobias Friedrich · Versicherungsexperte bei Versicherungsriese

Der Akku-Schutz ist beim E-Auto Pflichtprogramm

Beim Verbrenner ist die Vollkasko das große Thema, beim E-Auto der Akku. Ein Schaden an der Batterie kann den halben Fahrzeugwert kosten. Achten Sie auf eine Allgefahrendeckung, die den Akku zum Neuwert ersetzt und Lade- und Bedienfehler einschließt. Dieses Extra ist sein Geld fast immer wert.

Häufige Fragen zur E-Auto-Versicherung

Ist die Versicherung für ein E-Auto teurer?
In der Haftpflicht im Schnitt nicht, in der Vollkasko oft 10 bis 25 Prozent höher wegen der Akku-Kosten. Rabatte gleichen das teils aus.
Was kostet der Akku-Schutz?
Eine Allgefahrendeckung für den Akku kostet meist 5 bis 15 Euro im Monat und schützt vor teuren Komplettschäden.
Ist die Wallbox in der Kfz-Versicherung enthalten?
Nein. Eine fest installierte Wallbox gehört zur Wohngebäudeversicherung, eine mobile Lösung lässt sich über die Hausratversicherung absichern.
Sind E-Autos in einer höheren Typklasse?
Nicht grundsätzlich. Die Typklasse richtet sich nach der Schadenbilanz des Modells, unabhängig vom Antrieb.
Welche finanziellen Vorteile haben E-Autofahrer?
Die THG-Quote bringt jährlich einige Hundert Euro, dazu kommt die befristete Befreiung von der Kfz-Steuer.

Mehr zum Thema: Kfz-Versicherung.

Tobias Friedrich

Tobias Friedrich

Gründer der Finanzriese GmbH

Tobias Friedrich ist Gründer und Geschäftsführer der Finanzriese GmbH, dem Unternehmen hinter Versicherungsriese.de. Seit der Gründung verfolgt er ein Ziel: Versicherungen für Verbraucher transparent und kostenlos vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Ratgebers und stellt sicher, dass alle Inhalte fachlich fundiert, aktuell und verständlich aufbereitet sind. Sein Anspruch ist ehrliche Orientierung statt Verkaufsdruck.