
Das Wichtigste in Kürze
- Die Gebäudebrandversicherung sichert das Gebäude gegen Feuer ab.
- Sie ist Teil der Wohngebäudeversicherung bzw. deren Feuerbaustein.
- Banken verlangen sie über einen Sicherungsschein bei der Finanzierung.
- Beim Neubau ergänzt die Feuerrohbauversicherung die Bauphase.
Gebäudebrandversicherung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif
Banken verlangen bei der Finanzierung mindestens den Feuerschutz fürs Gebäude. Beim Gebäudebrandversicherung Vergleich zählen Sicherungsschein und Feuerrohbau.

Achten Sie beim Gebäudebrandversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:
| Vergleichskriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Sicherungsschein | für die finanzierende Bank |
| Feuerrohbauversicherung | Schutz in der Bauphase |
| Leistungsumfang | Brand, Blitz, Explosion |
| Beitrag | je nach Wert und Bauart |
Am schnellsten gelingt der Gebäudebrandversicherung Vergleich über einen Tarifrechner, der Leistungen und Beiträge mehrerer Anbieter gegenüberstellt.
Wichtig bei der Finanzierung
Ohne Nachweis der Gebäudebrandversicherung zahlt die Bank den Kredit nicht aus. Beim Neubau ist der Feuerrohbau oft beitragsfrei. Vergleichen Sie den Leistungsumfang, nicht nur den Preis.
Was ist eine Gebäudebrandversicherung?
Die Gebäudebrandversicherung bezeichnet den auf das Gebäude bezogenen Feuerschutz innerhalb der Wohngebäudeversicherung. Historisch gab es in mehreren Bundesländern eine staatliche Gebäudebrandversicherung über öffentliche Brandkassen (teils mit Monopol bis Mitte der 1990er-Jahre). Heute ist sie ein integraler Teil der frei wählbaren verbundenen Wohngebäudeversicherung.

Sicherungsschein für die Bank
Finanziert eine Bank Ihr Haus, verlangt sie als Sicherheit den Nachweis der Gebäudebrandversicherung. Über einen Sicherungsschein wird sie im Schadenfall begünstigt: Die Entschädigung für einen Brandschaden fließt zunächst an die Bank, die so ihr Darlehen abgesichert sieht. Ohne diesen Nachweis zahlt die Bank den Kredit in der Regel nicht aus.
Feuerrohbauversicherung beim Neubau
Schon während der Bauphase ist das Gebäude gefährdet. Die Feuerrohbauversicherung schützt den Rohbau vor Feuer, Blitz und Explosion und wird von vielen Versicherern für die ersten ein bis zwei Jahre beitragsfrei mit der späteren Wohngebäudeversicherung gewährt. Ergänzend deckt eine Bauleistungsversicherung weitere Risiken am Bau ab.
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Von der Brandkasse zur freien Wahl
Die Gebäudebrandversicherung hat eine lange Geschichte: In vielen Regionen gab es bis Mitte der 1990er-Jahre eine Pflicht über staatliche Brandkassen (Monopolanstalten). Heute ist der Feuerschutz fürs Gebäude ein frei wählbarer Teil der verbundenen Wohngebäudeversicherung – Sie können Anbieter und Leistungsumfang frei vergleichen und sind nicht mehr an eine regionale Anstalt gebunden.
Sicherungsschein und Bank
Finanziert eine Bank Ihr Haus, lässt sie sich über einen Sicherungsschein absichern: Im Brandfall fließt die Entschädigung zunächst an die Bank, die so ihr Darlehen gedeckt sieht. Ohne diesen Nachweis zahlt die Bank den Kredit nicht aus. Der Sicherungsschein ändert nichts an Ihrem Schutz – er ist nur eine Sicherheit für den Kreditgeber.
Feuerrohbau in der Bauphase
Beim Neubau übernimmt die Feuerrohbauversicherung den Feuerschutz schon ab dem Rohbau, häufig beitragsfrei, wenn die spätere Wohngebäudeversicherung beim selben Anbieter läuft. So ist das Gebäude in der riskanten Bauphase abgesichert – ergänzend lohnt eine Bauleistungsversicherung für Sturm-, Vandalismus- und Ungeschicklichkeitsschäden.
Bauleistungsversicherung ergänzend
Ergänzend zur Feuerrohbauversicherung schützt die Bauleistungsversicherung den Neubau vor weiteren Risiken: Sturm, Hochwasser, Vandalismus, Diebstahl fest verbauter Teile und Schäden durch Ungeschicklichkeit. Während der Feuerrohbau nur das Brandrisiko abdeckt, schließt die Bauleistung die übrigen Baugefahren ein – zusammen mit der Bauherrenhaftpflicht ergibt das den vollständigen Schutz in der Bauphase.
Was kostet die Gebäudebrandversicherung?
Als Feuerbaustein der Wohngebäudeversicherung ist sie im Gesamtbeitrag enthalten. Der Preis richtet sich nach Gebäudewert, Bauart und Lage.
Bank und Sicherungsschein
Wer eine Immobilie finanziert, muss die Gebäudebrandversicherung in der Regel gegenüber der Bank nachweisen. Das Kreditinstitut lässt sich einen Sicherungsschein ausstellen und wird so begünstigt: Im Schadenfall ist die Entschädigung zur Sicherung des Darlehens an die Bank gebunden. Ohne diesen Nachweis wird ein Immobilienkredit meist gar nicht ausgezahlt.
Gleitender Neuwert und Unterversicherungsverzicht
Die Entschädigung erfolgt zum gleitenden Neuwert, der über den Baupreisindex jährlich angepasst wird. In Verbindung mit dem Unterversicherungsverzicht garantiert der Versicherer den vollständigen Wiederaufbau, auch wenn die Baukosten gestiegen sind. Achten Sie darauf, dass die Summe korrekt nach Wert 1914 oder Wohnflächenmodell ermittelt wurde.
Brandschutz allein reicht selten
Die reine Gebäudebrandversicherung deckt nur Feuergefahren. Für umfassenden Schutz empfiehlt sich die Wohngebäudeversicherung, die zusätzlich Leitungswasser, Sturm und Hagel und – als Baustein – Elementargefahren absichert. Viele Banken akzeptieren die Wohngebäudeversicherung als gleichwertigen oder besseren Nachweis.
Was die Bank konkret verlangt
Finanzierende Banken verlangen den Nachweis einer Gebäude- bzw. Wohngebäudeversicherung mit Feuerdeckung und lassen sich per Sicherungsschein als Begünstigte eintragen. Im Schadenfall darf der Versicherer die Entschädigung dann nur mit Zustimmung der Bank auszahlen, damit die Sicherheit für das Darlehen erhalten bleibt. Ohne diesen Nachweis wird der Kredit meist nicht ausgezahlt.
Beitrag und Einflussfaktoren
Den Beitrag bestimmen vor allem Gebäudewert, Bauart, Lage und Selbstbeteiligung. Massive Bauweise und harte Bedachung sind günstiger als Holz- oder Fachwerkbau mit weicher Bedachung. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung senkt den Beitrag. Da die reine Brandpolice nur eine Teilgefahr abdeckt, lohnt der Preisvergleich mit einer umfassenden Wohngebäudeversicherung, die oft kaum teurer ist.
Gebäudebrandversicherung steuerlich absetzen
Ob sich die Gebäudebrandversicherung steuerlich absetzen lässt, hängt von der Nutzung ab. Wer das Eigenheim selbst bewohnt, kann die Versicherungsprämie in der Steuererklärung in der Regel nicht steuerlich absetzbar machen – die reine Sachversicherung für das Gebäude zählt nicht zu den abziehbaren Vorsorgeaufwendungen. Anders sieht es bei Vermietung aus.

Bei einer vermieteten Immobilie ist die Gebäudeversicherung als Werbungskosten beziehungsweise – bei gewerblicher Nutzung – als Betriebsausgabe absetzbar. Sie tragen die Kosten für die Gebäudeversicherung dann in die Anlage V der Steuererklärung ein und mindern so die Steuer. Auch wer Brandschäden vermeiden will, profitiert: Ein guter Versicherungsschutz und die steuerliche Behandlung gehen bei Kapitalanlegern Hand in Hand.
Gebäudebrandversicherung auf den Mieter umlegen
Die Gebäudebrandversicherung beziehungsweise Wohngebäudeversicherung ist eine umlagefähige Betriebskostenart. Vermieter dürfen die Versicherungsprämie anteilig nach Wohnfläche auf den Mieter umlegen, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Für den Mieter erscheinen diese Kosten dann in der jährlichen Nebenkostenabrechnung – die Versicherungssumme und der Versicherungsumfang bleiben Sache des Eigentümers.
| Gefahr | Wohngebäudeversicherung |
|---|---|
| Feuer, Blitz, Explosion | ✓ |
| Leitungswasser | ✓ |
| Sturm & Hagel | ✓ |
| Elementar (Hochwasser, Starkregen) | Zusatzbaustein |
| Diebstahl am Gebäude | ✗ (Hausrat) |
Wichtig ist die Abgrenzung zum Hausrat: Die Gebäudebrandversicherung deckt nur das Gebäude und fest verbundene Bauteile wie einen Carport, der je nach Vertrag mitversichert ist. Der eigene Hausrat des Mieters ist über die Hausratversicherung abgesichert, die beschädigte Möbel nach einem Brand ersetzt. So sind im Schadensfall Gebäude und Hausrat über die jeweils passende Police geschützt – jeder der Versicherten trägt seinen Teil zur Absicherung bei.
Weiterlesen: Gebäudeversicherung als Mieter.
Häufige Fragen zur Gebäudebrandversicherung
Was ist eine Gebäudebrandversicherung?
Was ist ein Sicherungsschein?
Verlangt die Bank diese Versicherung?
Was ist eine Feuerrohbauversicherung?
Gibt es noch staatliche Brandkassen?
Was kostet sie?
Gibt es noch eine Pflicht zur Gebäudebrandversicherung?
Wozu dient der Sicherungsschein?
Was deckt die Bauleistungsversicherung?
Ist die Gebäudebrandversicherung steuerlich absetzbar?
Kann man die Gebäudeversicherung auf den Mieter umlegen?
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