Kranken­tagegeld­versicherung 2026:Verdienst­ausfall absichern

So sichern Selbstständige und Angestellte ihr Einkommen bei langer Krankheit – Höhe, Karenzzeit und Abgrenzung zum gesetzlichen Krankengeld.

Ersetzt fehlendes EinkommenWichtig für SelbstständigeFrei wählbare Karenzzeit
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Krankentagegeldversicherung Vergleich 2026 – Siegel von Versicherungsriese

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Krankentagegeld ersetzt das Einkommen, wenn Sie länger krankheitsbedingt ausfallen.
  • Besonders wichtig für Selbstständige ohne Lohnfortzahlung.
  • Auch Gutverdiener schließen damit die Lücke zum Krankengeld.
  • Die Karenzzeit – ab wann gezahlt wird – ist frei wählbar.

Krankentagegeldversicherung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif

Bei langer Krankheit ersetzt das Krankentagegeld den Verdienstausfall. Beim Krankentagegeldversicherung Vergleich zählen Tagessatz und Karenzzeit.

Infografik: Worauf es beim Versicherungsvergleich ankommt
Die fünf wichtigsten Kriterien für einen guten Versicherungsvergleich.

Achten Sie beim Krankentagegeldversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:

Vergleichskriterium Warum es zählt
Höhe des Tagegelds muss den Nettoverdienst abdecken
Karenzzeit ab welchem Tag gezahlt wird
Für Selbstständige keine Lohnfortzahlung, daher wichtig
Nachversicherung Anpassung bei höherem Einkommen

Am schnellsten gelingt der Krankentagegeldversicherung Vergleich über einen Tarifrechner, der Leistungen und Beiträge mehrerer Anbieter gegenüberstellt.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Einkommen absichern

Gerade Selbstständige haben keine Lohnfortzahlung – wird man lange krank, fehlt das Einkommen. Vergleichen Sie Tagessatz und Karenzzeit so, dass im Ernstfall die laufenden Kosten gedeckt sind.

Was ist eine Krankentagegeld-Versicherung?

Das Krankentagegeld ist eine Einkommensersatzleistung für den Fall einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit. Sie erhalten einen vereinbarten Tagessatz, der die wegfallenden Einnahmen ausgleicht – steuerfrei und unabhängig von den tatsächlichen Behandlungskosten. Gezahlt wird, solange Sie nachweislich arbeitsunfähig sind.

Person erholt sich zu Hause von einer Krankheit
Bei langer Krankheit sichert das Krankentagegeld das wegfallende Einkommen.

Für wen es besonders wichtig ist

Die Bedeutung hängt stark von der Berufssituation ab:

Gruppe Situation bei langer Krankheit
Selbstständige keine Lohnfortzahlung – Krankentagegeld nahezu unverzichtbar
Angestellte 6 Wochen Lohnfortzahlung, danach gesetzliches Krankengeld
Gutverdiener Krankengeld ist gedeckelt – es bleibt eine Einkommenslücke
Privatversicherte kein gesetzliches Krankengeld – Tagegeld vertraglich vereinbaren

Höhe und Karenzzeit richtig wählen

Das Krankentagegeld sollte zur Höhe Ihres Nettoeinkommens passen – mehr als der tatsächliche Verdienstausfall wird nicht erstattet. Über die Karenzzeit steuern Sie den Beitrag: Sie bestimmt, ab welchem Krankheitstag gezahlt wird.

ab Tag 43typische Karenz für Angestellte
70 %Höhe des gesetzlichen Krankengeldes (ca.)
frei wählbarTagessatz und Karenzzeit

Angestellte wählen oft den 43. Tag, also den Beginn nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung. Selbstständige entscheiden je nach Rücklagen über einen früheren oder späteren Start. Je später die Zahlung einsetzt, desto günstiger der Beitrag.

Krankengeld, Lohnfortzahlung und die Versorgungslücke

Verwechseln Sie das Krankentagegeld nicht mit dem gesetzlichen Krankengeld (einer Leistung der GKV) oder dem Krankenhaustagegeld (einem festen Satz pro Klinik-Tag). Das Krankentagegeld greift bei Arbeitsunfähigkeit unabhängig davon, ob Sie zu Hause oder im Krankenhaus sind.

Wichtig für Selbstständige

Wer privat versichert und selbstständig ist, hat keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Das Krankentagegeld muss dann ausdrücklich im Vertrag vereinbart sein.

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Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Sichert das Einkommen bei langer Krankheit
  • Steuerfreie Leistung
  • Höhe und Karenz frei wählbar
  • Unverzichtbar für Selbstständige

Nachteile

  • Gesundheitsprüfung beim Abschluss
  • Nur bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit
  • Nicht höher als das Nettoeinkommen
  • Bei guter Lohnfortzahlung weniger nötig

Krankentagegeld in der PKV und als Zusatz

Privat Vollversicherte vereinbaren das Krankentagegeld direkt als Bestandteil ihres Vertrags, da sie keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben. Gesetzlich Versicherte schließen es als Zusatzbaustein ab, um die Lücke zwischen Krankengeld und Nettoeinkommen zu schließen. In beiden Fällen gilt: Die Leistung darf das Nettoeinkommen nicht übersteigen, und die Höhe sollte regelmäßig an Einkommensänderungen angepasst werden.

Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit

Das Krankentagegeld sichert eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit ab – es zahlt, solange Sie krankgeschrieben sind. Wird aus der Krankheit eine dauerhafte Berufsunfähigkeit, endet das Krankentagegeld in der Regel, und eine Berufsunfähigkeitsversicherung übernimmt. Beide Produkte ergänzen sich: Das Krankentagegeld überbrückt die akute Phase, die BU sichert den langfristigen Einkommensverlust.

Wartezeit und Gesundheitsfragen

Zwei Punkte entscheiden über den Schutz im Ernstfall. Erstens die Wartezeit: Viele Tarife leisten erst nach einer Frist von einigen Monaten, einige bieten Sofortschutz. Zweitens die Gesundheitsfragen: Bestehende Erkrankungen oder bereits angeratene Behandlungen müssen Sie vollständig und wahrheitsgemäß angeben. Falsche Angaben können dazu führen, dass die Versicherung im Leistungsfall nicht zahlt. Weil mit dem Alter und mit Vorerkrankungen die Beiträge steigen oder Tarife verschlossen bleiben, gilt: Je früher und gesünder Sie abschließen, desto besser und günstiger der Schutz.

So sichern Sie Ihr Einkommen ab

  1. Bedarf ermitteln

    Nettoeinkommen und vorhandene Absicherung (Lohnfortzahlung, Krankengeld) prüfen.

  2. Tagessatz festlegen

    So wählen, dass die Lücke zum Nettoeinkommen gedeckt ist.

  3. Karenzzeit wählen

    Passend zu Rücklagen und Lohnfortzahlung – das steuert den Beitrag.

  4. Im Leistungsfall melden

    Arbeitsunfähigkeit ärztlich nachweisen und der Versicherung melden.

Im Krankheitsfall: Arbeitsunfähigkeit und Auszahlung

Das Krankentagegeld wird ab dem vereinbarten Tag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, in der Regel gegen Vorlage der ärztlichen Krankschreibung (AU). Reichen Sie diese fortlaufend ein. Die Leistung ist steuerfrei und ersetzt den Nettoverdienst.

Die Karenzzeit richtig wählen

Angestellte erhalten sechs Wochen Lohnfortzahlung – hier passt eine Karenz ab dem 43. Tag. Selbstständige ohne Lohnfortzahlung wählen eine kürzere Karenz (z. B. ab dem 8. oder 15. Tag), zahlen dafür aber mehr. Stimmen Sie die Karenz auf Ihre Rücklagen ab.

Krankentagegeldversicherung abschließen: Worauf Sie achten

Achten Sie auf eine Nachversicherungsgarantie, damit das Tagegeld bei steigendem Einkommen ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst werden kann, sowie auf den Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht des Versicherers.

Das Krankentagegeld richtig bemessen

Das Tagegeld sollte den Nettoverdienst abdecken, denn es ersetzt den Einkommensausfall bei längerer Krankheit. Setzen Sie es nicht zu niedrig an, aber auch nicht über dem Nettoeinkommen – der Versicherer erstattet maximal den nachgewiesenen Verdienstausfall. Rechnen Sie laufende Fixkosten und Beiträge mit ein, die auch im Krankheitsfall weiterlaufen.

Krankentagegeld für Selbstständige und Freiberufler im Vergleich

Angestellte erhalten sechs Wochen Lohnfortzahlung und danach Krankengeld der gesetzlichen Kasse, das aber unter dem Nettolohn liegt – die Lücke schließt das Krankentagegeld. Selbstständige ohne Lohnfortzahlung sind von Tag eins auf eigene Vorsorge angewiesen und sollten eine kurze Karenzzeit wählen. Privat Versicherte brauchen das Krankentagegeld ohnehin, da sie kein gesetzliches Krankengeld erhalten.

Krankentagegeld für Selbstständige, Arbeitnehmer und Freiberufler

Eine Krankentagegeldversicherung schließt die Einkommenslücke im Krankheitsfall. Arbeitnehmer erhalten nach sechs Wochen Lohnfortzahlung nur noch Krankengeld – deutlich weniger als das Nettogehalt. Für Selbstständige und Freiberufler ohne Lohnfortzahlung ist die Absicherung noch wichtiger.

Kranke Person zu Hause mit Kalender und Euro-Münzen – Krankentagegeld als Einkommensschutz
Das Krankentagegeld stockt das Einkommen auf, wenn nach sechs Wochen nur noch Krankengeld fließt.
Gruppe Leistung greift
Arbeitnehmer nach 6 Wochen Lohnfortzahlung
Selbstständige ab dem vereinbarten Karenztag

GKV oder PKV: gesetzlich oder privat versichert

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer bekommen Krankengeld von der Kasse; ein Krankentagegeld stockt auf das gewohnte Netto auf. Wer privat versichert ist, hat keinen gesetzlichen Anspruch und sollte das Krankentagegeld direkt im PKV-Tarif vereinbaren.

Krankentagegeld berechnen: Berechnung der richtigen Höhe

So berechnen Sie den Bedarf: Vom Nettoeinkommen das gesetzliche Krankengeld abziehen – die Differenz ist Ihr Krankentagegeld-Bedarf pro Tag. Zu den Vorteilen der Krankentagegeldversicherung zählt, dass die Leistung steuerfrei ausgezahlt wird.

So funktioniert die Krankentagegeldversicherung

Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber sechs Wochen (42 Tage) Lohnfortzahlung. Danach erhalten gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer von der gesetzlichen Krankenkasse nur Krankengeld – rund 70 Prozent des Bruttos und gedeckelt. Das vereinbarte Krankentagegeld gleicht diese Lücke aus und schafft finanzielle Sicherheit bei längerer Krankheit.

Die Lücke zum Krankengeld schließen

Das gesetzliche Krankengeld wird maximal 78 Wochen lang gezahlt – mit klarer zeitliche Begrenzung und oft deutlich unter dem Nettoeinkommen. Wer privat krankenversichert ist, hat gar keinen Anspruch auf Krankengeld und muss den Verdienstausfall komplett selbst tragen. Die private Krankentagegeldversicherung zahlt hier schon ab dem vereinbarten Tag.

Abschluss und Gesundheitsprüfung

Vor dem Abschluss steht eine Gesundheitsprüfung. Manche Anbieter führen eine Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung mit Wartezeit. Eine private Krankentagegeldversicherung eignet sich für Arbeitnehmer und Selbstständige gleichermaßen und sorgt im Krankheitsfall für planbare finanzielle Sicherheit. Die Leistung wird steuerfrei gezahlt.

Krankentagegeld in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung

Wie das Krankentagegeld ausgestaltet ist, hängt von Ihrer Krankenversicherung ab. In der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Arbeitnehmer ab der siebten Woche Krankengeld, das aber deutlich unter dem Nettoeinkommen liegt. Diese Lücke schließen Sie, indem Sie sich mit einer Krankentagegeldversicherung zusätzlich versichern. In der privaten Krankenversicherung gibt es kein gesetzliches Krankengeld, deshalb ist das Krankentagegeld dort fester Bestandteil der Absicherung.

Die Auszahlung erfolgt monatlich oder pro Krankheitstag, sobald Sie durch Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig sind. Bei der Berechnung der Höhe sollten Sie Ihr Nettoeinkommen abzüglich eingesparter Kosten ansetzen, damit Sie im Krankheitsfall lückenlos abgesichert sind. Prüfen Sie vor dem Abschließen die Versicherungsbedingungen, vor allem zur Karenzzeit und zum vereinbarten Versicherungsschutz.

Die gesetzliche Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet nach sechs Wochen Krankheit. Danach zahlt die Kasse nur das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung, das deutlich unter dem Netto liegt. Die so entstehende Versorgungslücke schließt eine private Krankentagegeld-Versicherung. Ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind, entscheidet, ab wann und in welcher Höhe Sie sich zusätzlich versichern sollten. Den Vertrag können Sie unkompliziert online abschließen, in der privaten Krankenversicherung ist das Krankentagegeld oft direkt integriert.

Gerade selbständig Tätige und freiwillig gesetzlich Versicherte sollten prüfen, ob ein Anspruch auf Krankentagegeld besteht, denn bei ihnen fehlt die Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber ganz. Das Krankentagegeld hilft, die laufenden Kosten zu decken, wenn das Einkommen bei Krankheit oder eines Unfalls wegbricht. Eine Krankentagegeld-Versicherung abschließen sollten daher vor allem gesetzlich versicherte Selbstständige, deren Krankengeld erst spät oder gar nicht greift.

Häufige Fragen zum Krankentagegeld

Was ist Krankentagegeld?
Eine Versicherung, die bei längerer Arbeitsunfähigkeit das wegfallende Einkommen durch einen vereinbarten Tagessatz ersetzt.
Für wen ist Krankentagegeld wichtig?
Vor allem für Selbstständige ohne Lohnfortzahlung und für Gutverdiener, deren Krankengeld unter dem Nettogehalt liegt.
Was ist die Karenzzeit?
Der Zeitraum, ab dem das Krankentagegeld gezahlt wird. Je später es einsetzt, desto günstiger der Beitrag.
Wie hoch darf das Krankentagegeld sein?
Es darf das Nettoeinkommen nicht übersteigen, da es nur den Verdienstausfall ausgleicht.
Was ist der Unterschied zum Krankengeld?
Das Krankengeld ist eine gesetzliche Leistung der GKV. Das Krankentagegeld ist eine private Zusatzleistung, die die Lücke zum Nettoeinkommen schließt.
Ist das Krankentagegeld steuerfrei?
Ja, die Leistung aus einer privaten Krankentagegeldversicherung ist steuerfrei.
Brauchen Privatversicherte ein Krankentagegeld?
Ja, denn sie haben keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Es muss vertraglich vereinbart werden.
Gibt es eine Gesundheitsprüfung?
In der Regel ja. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen.
Was passiert bei dauerhafter Berufsunfähigkeit?
Das Krankentagegeld endet meist. Den langfristigen Einkommensverlust deckt eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.
Muss ich die Höhe anpassen?
Ja, passen Sie das Tagegeld bei Einkommensänderungen an, da es das Nettoeinkommen nicht übersteigen darf.

Mehr zum Thema: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.

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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.